»Weiße Tabletten auf blauem Hintergrund. Wenige Tabletten zerbrochen in der Hälfte, wodurch die Dosis des Arzneimittels reduziert wurde.«© ADragan | »Weiße Tabletten auf blauem Hintergrund. Wenige Tabletten zerbrochen in der Hälfte, wodurch die Dosis des Arzneimittels reduziert wurde.« | shutterstock.com

Psychopharmaka erfolgreich reduzieren und absetzen mit der 10 %-Methode

Die »10 Prozent-Methode« ist eine weltweit anerkannte und standardisierte Anleitung zum Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka. Sie hat sich bei jedem Psychopharmaka-Entzug, gleich ob Antidepressiva, Neuroleptika, Antipsychotika oder Benzodiazepinen, als erfolgreich bewährt. Hier erfährst Du, was die »10 Prozent-Methode« ist und warum sie sich bewährt hat. Noch immer kennen die meisten Ärzte und Psychiater diese Methode nicht und setzen Psychopharmaka viel zu schnell bzw. in zu großen Dosisschritten ab, was oft in einem schlimmen Entzug endet.

Diese Methode wurde zu erst in US-Foren von Betroffenen für Betroffene empfohlen und dort auch später von vielen Organisationen wie »Mad in America« und Ärzten, wie Dr. David Healy u.a. übernommen, die seit dem ein Umdenken bzgl. der Verordnung und dem Absetzen von Psychopharmaka fordern, da es bisher keine verbindlichen Behandlungsleitlinien dafür gibt und eine körperliche Abhängigkeit von Antidepressiva von Pharmaindustrie und Psychiatrie bislang trotz wissenschaftlicher Beweise systematisch geleugnet wird.

Häufigkeit, Dauer und Schwere von Antidepressiva-Entzugssymptomen bisher unterschätzt

Eine neue Übersichtsstudie aus dem Jahr 2018 zeigt, dass die Häufigkeit, Dauer und Schwere von Antidepressiva-Entzugssymptomen bisher deutlich unterschätzt wurden und die bisherigen Behandlungsleitlinien, sofern vorhanden, nicht ausreichend sind. Die Studie konnte zeigen, dass Entzugssymptome beim Reduzieren und Absetzen von Antidepressiva durchschnittlich bei 56 % der Patienten auftreten; bei 46 % davon sind die Symptome schwerwiegend. Je länger die Einnahme dauert, desto wahrscheinlicher treten Entzugssymptome auf.1 Lies dazu auch den folgenden Beitrag:

Neue Studie zeigt: Häufigkeit, Dauer und Schwere von Antidepressivaentzugssymptomatik bisher unterschätzt

In Deutschland hat die »Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie« (DGSP) daher das wichtige Positionspapier Annahmen und Fakten: Antidepressiva publiziert, in dem sie den falschen Annahmen die wissenschaftlichen Fakten über Antidepressiva gegenüberstellt. Dazu wurde das Zusatzpapier persistent postwithdrawal disorders publiziert. Thema sind hier langanhaltende hartnäckige dem Entzug folgende Beschwerden. Außerdem wurden auf Grundlage dieser Papiere konkrete Forderungen zu einem Umdenken bzgl. Antidepressiva an Gesundheitspolitik, Krankenkassen sowie an die Leistungserbringer und ihre Fachverbände gestellt. Alle Dokumente können auf der Website der DGSP kostenlos heruntergeladen werden:

Dokumente herunterladen und lesen

Warum sich die »10 %-Methode« bewährt hat?

Um zu verstehen, warum sich die »10 %-Methode« als erfolgreich bewährt hat, ist es wichtig zu wissen, dass die USA uns in allem etwa 10 Jahre voraus sind, d.h. dort ist man bereits deutlich weiter in der Erkenntnis und der Erfahrung bzgl. Psychopharmaka-Entzüge. Es gibt deutlich mehr Betroffene und das schon sehr viel länger als bei uns und daher gibt es auch bereits zahlreiche Berichte in US-Foren, von erfolgreichen Entzügen nach der »10 %-Methode«. Auch findet dort längst ein Umdenken bei Ärzten und Psychiatern statt, dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit von Organisationen wie »Mad in America«und diese Problematik wird auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Leider geschieht dies bei uns bisher kaum. Besonders enttäuschend ist die Haltung der beiden großen Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Depressionen, die »Stiftung Deutsche Depressionshilfe« und die »Deutsche DepressionsLiga e. V.«, die nicht darüber aufklären und Antidepressiva bei jeder Ausprägung einer Depression uneingeschränkt mit den Worten machen nicht abhängig, verändern die Persönlichkeit nicht und sind gut wirksam und nebenwirkungsarm empfehlen. Beide haben einen ähnlich großen Einfluss wie »Mad in America« und könnten maßgeblich zur Aufklärung beitragen, tun dies aber nicht und leugnen die Problemtik systematisch.

Aus diesem Grund hat sich 2003 das »Antidepressiva-Forum-Deutschland« (ADFD), das größte deutschsprachige Forum von Betroffenen für Betroffene gegründet.

Die folgenden Empfehlungen zum Reduzieren und Absetzen von Antidepressiva sind aus der Kurzfassung Antidepressiva absetzen des ADFD. Die Empfehlungen solltest Du auch zum Reduzieren und Absetzen anderer Psychopharmaka, wie Neuroleptika und Benzodiazepinen berücksichtigen.

Bevor Du überlegst ein oder mehrere Psychopharmaka zu reduzieren bzw. abzusetzen, bitte ich Dich das Dokument vollständig zu lesen. Du erfährst hier alles, was Du wissen solltest.

Es ist wichtig stets exakt um 10 % zu reduzieren, da das zentrale Nervensystem schon auf kleinste Dosisveränderungen stark reagieren kann. Je nach Medikament kommen dafür unterschiedliche Vorgehensweisen zur Anwendung. Manche Medikamente lassen sich in Wasser auflösen, dann verwendet man die »Wasserlösemethode«, andere können nicht in Wasser aufgelöst werden, dann kommen andere Verfahren zum Einsatz. Es empfiehlt sich auch die im Dokument verlinkten Beiträge zu lesen, die weiterführende Informationen enthalten.

Aus der Inhaltsangabe:

  1. Was bewirken Antidepressiva (Nebenwirkung und Wirkung) Seite 4-5
  2. Wie wirken Antidepressiva im Gehirn? Seite 5-6
  3. Entzugssymptome (Absetzsymptome) Seite 6-8
  4. Absetzempfehlungen für Antidepressiva Seite 9-13
  5. Praktische Tipps zum Herstellen fein abgestimmter Dosierungen Seite 14-19
  6. Was tun bei Entzugssymptomen Seite 20-26
  7. Anhang (Listen und ausführliche Anleitungen) Seite 27-44

Hier kannst Du das Dokument als PDF-Dokument vollständig und kostenlos herunterladen:

Antidepressiva absetzen_adfd_November2018

Wenn Du die Chance hast, von Anfang an alles richtig zu machen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Entzug nur zu wenigen und milden Entzugssymptomen führt und damit gelingt umso größer. Viele Betroffene haben diese Chance nicht mehr. Sie haben zu schnell und in zu großen Schritten oder sogar kalt (Kaltenzug: das Medikament abrupt absetzen, von einen auf den anderen Tag weglassen) abgesetzt. Ihnen fehlte dieses Wissen oder sie haben sich auf die Kompetenz von Ärzten und Psychiatern verlassen, die Psychopharmaka in der Regel viel zu schnell und in viel zu großen Schritten reduzieren und absetzen, da auch ihnen das nötige Wissen fehlt. Oft haben sie eine einseitige Wahrnehmung, warum das so ist, erfährst Du in diesem Beitrag:

Antidepressiva: Warum Psychiater oft eine einseitige Wahrnehmung haben

Wenn Du zu diesen Betroffenen gehörst, mache Dir bitte keine Vorwürfe. Du wusstest es nicht bzw. hast Ärzten und Psychiatern vertraut, die wiederum blind den Versprechungen der Pharmaindustrie vertraut haben, ohne diese Versprechungen je hinterfragt zu haben. Sei so mitfühlend wie möglich zu Dir.

Wichtig: Die Problematik ist, dass wenn Du ein Mal zu schnell oder in zu großen Schritten reduziert bzw. abgesetzt hast und es dann Wochen später nach einer zu schnellen Reduzierung oder zu schnellem Absetzen auf 0, zu schlimmen Entzugssymptomen kommt, ein wieder hochdosieren nach einem zu schnellen Reduktionsschritt oder ein wieder eindosieren nach 0 meist keine Besserung mehr bringt. Oft kommt es dann sogar zu paradoxen Effekten, d.h. manche vertragen plötzlich die Wiedereinnahme des Medikamentes nach dem kompletten Absetzen nicht mehr, manche Entzugssymptome verstärken sich oder manifestieren sich dauerhaft, neue kommen dazu. Dann spricht man von lang anhaltenden Entzugssymptomen. Genau das kann mit einem langsamen reduzieren über einen längeren Zeitraum nach der »10 %-Methode« vermieden werden. Der Punkt ist mir wichtig, weil es in den Gruppen, in denen ich aktiv bin, immer wieder vorkommt, das Betroffene dieser falschen Wahrnehmung unterliegen.

Könnte man einfach wieder problemlos eindosieren oder hochdosieren würde ich sagen, probiere es aus schneller zu reduzieren oder z.B. bei 10mg eines Medikamentes auf 0 zu gehen, ohne weiter nach der 10%-Methode zu reduzieren und wenn das nicht funktioniert, dann gehe eben wieder hoch bzw. dosiere das Medikament wieder ein und gehe dann langsamer vor. Das ist ein riskantes Spiel, es kann funktionieren, aber die Erfahrungen aus den US-Foren haben gezeigt, dass es meistens nicht funktioniert und dann gibt es keinen Weg mehr zurück, dann bist Du im Langzeitentzug bzw. Kaltentzug. Ich schreibe niemanden vor, wie er den Entzug machen will, ich kläre nur auf, am Ende muss jeder für sich entscheiden und die Verantwortung für sich selbst übernehmen.

Wichtig: Es gibt keine Garantie, dass die »10%-Methode« bei jedem funktioniert, aber die Wahrscheinlichkeit den Entzug zu schaffen, weniger starke und weniger unterschiedliche psychische und physische Entzugssymptome zu bekommen ist um ein Vielfaches größer.

Ein Missverständnis, dass immer wieder auftaucht ist, dass wenn man sich an die 10%-Methode zum Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka hält, man gar keine Entzugssymptome mehr haben würde und wenn dann trotzdem welche auftauchen, die Methode ja offenbar nicht funktionieren würde. Das ist ein Irrtum. Die 10%-Methode ist primär dazu da, dass man nicht im jahrelangen Langzeitentzug landet, weil man zu schnell und in zu großen Schritten abgesetzt hat. Die 10-Methode garantiert nicht, dass man keine Entzugssymptome hat, sie garantiert auch nicht, dass man keine schweren Entzugssymptome hat. Sie erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Entzug milder verläuft und die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht einen jahrelangen Langzeitentzug mit schweren multiplen physischen und psychischen Entzugssymptomen erfährt.

Entzugssymptome sind Symptome der Heilung.

Empfehlung zum Reduzieren im unteren Bereich

Es gibt eine Studie zu den SSRI und SNRI-Antidepressiva »Paroxetin«, »Fluoxetin«, »Sertralin«, »Citalopram« und »Venlafaxin« (SNRI), die zeigt, dass im unteren Bereich (unter 20 mg) auf einen Schlag sehr viele Rezeptoren frei werden, was zu vermehrten und stärkeren Entzugssymptomen führen kann. Daher wird hier empfohlen noch langsamer zu reduzieren, um 2-5 %, alle 4-8 Wochen. Lies dazu bitte auch folgenden Beitrag:

»SSRI/SNRI-Antidepressiva«: Warum zu hohe Dosen verschrieben werden und weshalb das den Antidepressivaentzug erschwert.

Da alle Antidepressiva nach dem gleichen Schema funktionieren, liegt die Vermutung nahe, dass dies auch für alle anderen Antidepressiva gilt, nur wann dort der untere Bereich beginnt, lässt sich nicht sagen.

Microtapering

Bei manchen Betroffenen funktioniert selbst das reduzieren mit 5% im unteren Bereich nicht, dann kann man das Microtapering-Verfahren ausprobieren. Hier wird in noch kleineren Schritten aber in kürzeren Abständen reduziert. Bewährt hat sich das Reduzieren in 0,1mg-Schritten jeden Tag, bzw. alle paar Tage. Du kannst dieses Verfahren auch anwenden, wenn Du mit der 10%-Methode von Anfang an nicht klar kommst. Statt alle 4-8 Wochen um 10% zu reduzieren, kannst Du in kleineren Schritten reduzieren, dafür in kürzeren Abständen, so dass Du am Ende der 4-8 Wochen insgesamt um 10%-Methode reduziert hast. Das Ergebnis ist dasselbe. Wichtig ist nur, dass Du nicht um mehr als 10% in einem Monat reduzierst. Im Dokument des ADFD wird auch das Microtapering beschrieben.

Vorteil des Microtapering kann sein, dass die Reduzierung um 0,1mg täglich bzw. alle 3 Tage sanfter für das Gehirn ist, es die Reduzierung gar nicht oder kaum bemerkt im Vergleich zu einer Reduierung um 10%, was es erst Mal deutlich merken und mit entsprechenden Entzugssymptomen reagieren kann, die dann innerhalb der 4-8 Wochen während der sich das zentrale Nervensystem von der Reduzierung erholen kann, sich bessern bzw. ganz verschwinden.

Nachteil des Microtapering kann sein, dass das Gehirn nicht zur Ruhe kommen kann, da täglich reduziert wird, es kann sich auf keine Dosis einstellen, das zentrale Nervensystem kann auf jede Reduktion empfindlich reagieren. Es ist unmöglich zu sagen, was für Dich besser funktioniert, das findest Du nur heraus, wenn Du es ausprobierst.

Einen guten Beitrag, der weitere Vor- und Nachteile der beiden Methoden aufzeigt, findest Du hier (englisch):

Discussion: Comparing the Pros and Cons of Daily Microtapering and Cut-and-hold Schedules

Bin ich bereit einen Entzug zu machen?

Aus eigener Erfahrung halte ich es für wichtig, dass Du Dich zunächst fragst, ob Du dazu bereit bist, einen Entzug zu machen bzw. wann der richtige Zeitpunkt dafür ist.

Wenn es möglich ist, lasse Dir damit Zeit und plane den Entzug sorgfältig.

Informiere Dich gründlich

Solltest Du in Erwägung ziehen einen Psychopharmaka-Entzug zu machen, ist es wichtig, sich vorher gründlich darüber zu informieren. So kannst Du selbst mitentscheiden, wann, wo und wie Du einen solchen Entzug machen möchtest. Da ich weder Arzt noch Psychotherapeut bin, bitte ich Dich vorher meinen medizinischen Haftungsausschluss zu lesen.

Auf keinen Fall darfst Du Deine Medikamente abrupt absetzen! Dies kann zu schweren Entzugssymptomen führen.

Der Bereitschafts- und Aktionsplan

Wenn Du Dich vielleicht schon mit dem A-B-S-Konzept vertraut gemacht hast, das ich in meinem Blog vorstelle, dann kannst Du damit anfangen, einen Bereitschafts- und Aktionsplan zu erstellen, um den Entzug zu planen. Das ist eine Anleitung, wie man sich ein Ziel setzt, welche Werte mit diesem Ziel verbunden sind und wie man mit möglichen auftauchenden inneren Blockaden in Form von Gedanken, Gefühlen und physischen und psychischen Entzugssymptomen sowie möglichen äußeren Hindernissen umgehen kann.

Für einen erfolgreichen Psychopharmaka-Entzug ist eine sorgfältige Planung ebenso wichtig, wie die richtige Vorgehensweise.

Ich habe mit diesem Plan den zweiten Benzodiazepin-Entzug erfolgreich geschafft, diesen findest Du hier:

Mein Bereitschafts- und Aktionsplan Absetzen Benzodiazepine

Für den Antidepressiva-Entzug habe ich ebenfalls einen solchen Plan erstellt. Lies dazu bitte folgenden Beitrag:

Der Bereitschafts- und Aktionsplan: So planst Du einen Psychopharmaka-Entzug


Hast Du den Plan dokumentiert, kannst Du entscheiden:

  • Ob Du bereit bist, den Entzug zu machen?
  • Wann Du den Entzug machen möchtest?
  • Wo Du den Entzug machen willst?
  • Wie Du den Entzug machen willst?

Fazit

Es steht schon lange fest, dass Antidepressiva körperlich abhängig machen können. Je länger die Einnahme umso höher das Abhängigkeitspotenzial. Pharmaindustrie, Psychiatrie und Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Depressionen, wie die »Stiftung Deutsche Depressionshilfe« und die »Deutsche Depressionsliga« leugnen systematisch das hohe Abhängigkeitspotenzial von Antidepressiva.

Psychiatern und Ärzten fehlt oft das nötige Wissen und setzen Psychopharmaka zu schnell und in zu großen Schritten ab. Das kann zu schlimmen multiplen Entzugssymptomen führen und endet für Patienten oft in einem fatalen Entzug.

Antidepressiva-Entzugssymptome wurden laut einer Übersichtsstudie bisher in ihrer Häufigkeit, Dauer und Schwere deutlich unterschätzt. Ärzte und Psychiater verwechseln beim Reduzieren von Psychopharmaka Entzugssymptome oft mit der Rückkehr von Krankheitssymptomen bzw. können hier nicht unterscheiden.

Es fehlt an Aufklärung und verbindlichen Behandlungsleitlinien für Ärzte und Psychiater, wie man einen Psychopharmaka-Entzug professionell durchführt. Als erfolgreich hat sich ein langsames Reduzieren über einen längeren Zeitraum bewährt, wie die »10 %-Methode«.

Zum Wohl von Patienten und Betroffenen wäre es wünschenswert, wenn man diese verbindlich als Standardmethode zum Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka in einer Behandlungsleitlinie für Ärzte und Psychiater festschreiben würde.

Damit ein Entzug gelingen kann, sollte man diesen sorgfältig planen um mögliche Hindernisse in Form von Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen, wie physische und psychische Entzugssymptomen und äußere Hindernisse sich bewusst zu machen, um damit umgehen sowie diese achtsam und mitfühlend annehmen zu können.

Die richtige Vorgehensweise beim Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka und eine sorgfältige Planung sind keine Garantie, dass der Entzug gelingt, aber die Wahrscheinlichkeit ist um ein Vielfaches höher.

Auch hier gilt: Fehlendes Wissen von Ärzten und Psychiatern ist keine Rechtfertigung für ein falsches Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka. Auf der anderen Seite sollten Patienten eigenverantwortlich handeln und sich informieren.

Fußnoten
1. A systematic review into the incidence, severity and duration of antidepressant withdrawal effects: Are guidelines evidence-based?

Aloha*

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Veröffentlicht von

Das bin ich: Blogger, Webdesigner und Künstler. In diesem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit der Heilkraft der buddhistischen Psychologie und dem Absetzen von Psychopharmaka. Ich gebe wertvolle Tipps und zeige einen erfolgreichen Weg aus der Psychopharmaka-Falle durch das A-B-S-Konzept.